Grundproblematik der CMD-Behandlung - Einschätzung aus Betroffenensicht
Hier kommt man dann auch schnell zum Grundproblem der CMD-Behandlung. Anders als für andere Krankheitsbilder gibt es keine Leitlinien zur Behandlung, d.h. es gibt nichts an dem sich Ärzte als auch Patienten orientieren können. Jeder Patient muss somit selbst entscheiden welchem Therapieansatz er vertrauen kann, für Laien ist dies sehr schwierig.
Beispielsweise wird in der deutschen Literatur eine Schienenbehandlung empfohlen, in den USA wird mit dem Thema viel vorsichtiger umgegangen.
Außerdem wird über die langfristige Behandlung einer CMD, wenn diese nicht durch falschen Zahnersatz (ein / zwei Kronen) ausgelöst wird, nicht gesprochen. In der Literatur stehen dann nur allgemeine Ratschläge (auch z.B. in dem Buch von Schöttl et. al.)
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Insgesamt müsste durch die Universitäten umfangreicher wissenschaftlich geforscht und allgemein gültige Richtlinien erarbeitet werden. Der Wissenschaftsrat (das ist das oberste Kontrollgremium der Universitäten) hat im Jahr 2005 festgestellt, dass die gesamte Zahnmedizin ihre Rückständigkeit aufholen muss: Die Approbationsordnung ist aus den 50er Jahren und entspricht nicht mehr den heutigen Standards.
Da kommt dann schon das nächste Problem: es gibt zwei unterschiedliche anatomische Modelle, wie unsere Zähne im Kiefer stehen sollen / können. Auch dies wird nicht wissenschaftlich diskutiert, so dass man als Patient davon profitieren könnte.
Daher sind wir auf einzelne Ärzte angewiesen, die eigene Wege gehen und sich nicht den anderen anpassen. Solange es keine verbindlichen Regeln gibt wie eine langfristige Therapie von CMD aussehen kann, sind wir als Patienten der Willkür ausgeliefert. Dadurch ist es möglich, dass uns Zahnärzte teure Schienen und Prothetik verkaufen, die sogar teilweise schaden kann. Die Krankenkassen haben sich dadurch, dass sie einfach die Krankheit nicht anerkennen und so keine Leistungspflicht besteht, aus der Verantwortung gestohlen. Eigentlich sollten sie ja auf unserer Seite kämpfen, da ja durch die Symptombehandlung der CMD hohe Kosten entstehen.
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2011-08-06 09:42:36 |178.191.240.xxx| Monica Daschek - dipl. Log.
Wurde mit kompenesierter CMD Erkrankung, ARzt erkannte das Gelenksknacken, Nackenschmerzen unnötig und falsch mit KVO Straight - wire 2x wöchentlich fehlbehandelt! Mit Prothetik fix versorgt und habe jetzt Bissenkung, Kiefergelenkskompression, starke KINNPROMINENZ ( vermutlich durch Rotation der Mandibula ?? )Uniklinik Wien verweigert die Behandlung, da Arzt hoher Funktionär und "geschützt" wird!
WER WEISS RAT??? Habe ANGST nochmals in falsche
Hände zu kommen!!! WER KENNT DIE DROS SCHIENE??? Dr. Fahrenholz WIEN bietet sie an!
Ich finde keinen Behandler, da der Fehlbehandler GEDECKT WIRD!!! WER KANN MIR MIT RAT HELFEN?????DANKE!!!und liebe Grüße!
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2012-04-29 07:52:11 |212.95.7.xxx| Hope - re: Treffend beschriebenDer CMDlerMuc schrieb:Das ist ziemlich genau so, als wenn der Patient eine Operation leiten soll, obwohl er davon keine Ahnung hat.
Schlimm ist auch, das man ja keinen Überblick über die zeitliche Komponente hat. Jeder Arzt will nur s e i n e Leistung verkaufen ....
Hierfür sind Selbsthilfegruppen gut; wir haben hier in München eine CMD-SHG im Selbsthilfezentrum München.
Hallo monica!
Bin auch aus naehe wien. Habe aehnliche probleme wie du, hast du schon behandler gefunden? Wuerde mich gerne mit dir austauschen.
Lg
Hope
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2012-11-16 20:37:32 |194.166.25.xxx| Monica Daschek
Würde mich SEHR, SEHR gerne mit Dir austauschen!!!
Bitte ruf nmich doch sofort an, sobald Du meine nachricht liest!
WAr leider nie mehr auf diese CMD Betroffenenseite und habe erst heute deine Anfrage gelesen!Hoffentlich liest du meine Nachricht bald!
Herzliche Grüße
Monica Daschek
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2011-08-06 09:46:13 |178.191.240.xxx| Monica Daschek
Bitte helft mir!!
WEr hat positive Erfahrung mit der Myozentrikschiene? Mit Front - Eckzahnführung???
Und wie geht es danach prothetisch weiter???
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Hallo Monica,
positive Erfahrungen mit Myozentrikschienen werden alle haben, bei denen eine solche Schiene indiziert war / ist. Alle anderen eher nicht. Front-Eckzahnführung sollten (fast) alle Schienen haben, auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Wie es Prothetisch weiter geht kann man nur im Einzelfall klären. Wenn eine Bisslage gefunden ist, die eine (weitestgehende) Schmerz-/Beschwerdefreiheit zulässt, reicht oft Einschleifen des natürlichen Gebises, leider muss auch manchmal eine komplette Umgestaltung der Kauflächen vorgenommen werden.
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2011-10-20 09:26:35 |78.52.188.xxx| Vogel Norbert - Myozentrikschienen
Es fing mit Repositionsschienen an, die noch halbwegs logisch waren. Die seitlichen Aufbisse der Schienen durften nur feine Kontaktpunkte haben, und das gleiten des UK nicht behindern. Wöchentlich mussten die enstandenen Einbisse vom Behandler interpretiert und beseitigt werden,um eine Fixierung des UK zu verhindern. Um auf diese Weise den UK langsam zu entspannen und in eine Myozentrik zu führen. Ein Prozess über mindestens 6 Monate, bei 24 Std. Tragedauer der Schiene. Nur sehr gute Behandler hatten damit Erfolg. Man muss ein Künstler sein um beim einschleifen keine Fehler zu machen. Die heutigen Schienensysteme versuchen ausnahmslos alle, diesen mühsamen Prozess abzukürzen und verführen Behandler und Patienten. Beide glauben der hohe technische Aufwand garantiert ein gutes Ergebnis.
Gruß Norbert Vogel
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2011-10-20 18:30:33 |84.61.56.xxx| Anonym - Wer heilt hat Recht!
Mag sein, dass diese mühsame Methode bei bestimmten Krankheitsbildern zum Erfolg führt, es ist aber bei weitem nicht so, dass es die alleinige heilsbringende Methode ist!
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2011-10-21 09:08:55 |92.226.205.xxx| Norbert Vogel - Hallo Anonym
Habe ich mich so missverständlich ausgedrückt? Ich halte Schienen für den falschen Weg. Ich respektiere das bemühen der Uni-Greifswald, die zwar auch mit Schienen arbeiten aber erkannt haben, dass man interdisziplinär arbeiten muss. Und den Zahnarzt dafür qualifizieren, sie bilden zum Funktionsdiagnostiger aus. Wogegen ich mich wende sind die lizensierten Systeme ( Dros / IPR / Tens / Prof. Kopp ) in Händen von dafür nur unzureichend qualifizierten Praktikern. Das ist nicht seriös.
Aktualisiert (Sonntag, den 08. Januar 2012 um 13:47 Uhr)
Das ist ziemlich genau so, als wenn der Patient eine Operation leiten soll, obwohl er davon keine Ahnung hat.
Schlimm ist auch, das man ja keinen Überblick über die zeitliche Komponente hat. Jeder Arzt will nur s e i n e Leistung verkaufen ....
Hierfür sind Selbsthilfegruppen gut; wir haben hier in München eine CMD-SHG im Selbsthilfezentrum München.